Vor 4 Stunden
Szeneninformationen
Charaktere: Bang Young-mi & Cho Taegun
Szeneneinstellung: feste Postreihenfolge
Datum: 12. November 2026
Szeneneinstellung: feste Postreihenfolge
Datum: 12. November 2026
Und dann, als der Kopf der fremden Person fast schon auf Augenhöhe mit ihr war, erwartete sie bereits das Schlimmste. Das war es wohl mit Bang Young-mi. Sie konnte ihr eigenes, ängstliches Gesicht in der Spiegelung seiner Brille erkennen. Und dass er eine deutlich bessere Waffe, als sie besaß, führte augenblicklich dazu, dass sie schlaff ihr Messer absenkte, sodass es auf ihrer weiten Hose ruhte. Es war dämlich, jemanden anzugreifen, der eine Pistole besaß. Er sprach sie einfach an, als sei diese Begegnung das Normalste auf Erden. Ihr letzter Kontakt mit lebendigen Menschen lag etwas in der Vergangenheit. Ebenso war sie überrascht darüber, dass er sich über ihre Kekse amüsierte. Der ängstliche Blick formte sich allmählich zu einem konfusen. "E-Es ist nicht so, als wäre die Auswahl sonderlich riesig", ihr Blick schweifte zur Metalltür, wo sich scheinbar Zombies vor tummelten und sich hirnlos dagegen warfen. Das wars wohl mit ihrem Versteck. Entweder handelte es sich bei ihm um jemanden, der die Situation nicht sonderlich ernst nahm oder er pflegte regen Kontakt zu anderen Menschen. Young-mi eröffnete solche Begegnungen jedenfalls nicht mit saloppen Sprüchen. Sie schaute ihm nicht mal in die Augen, das konnte sie nicht. Stattdessen fixierte sie ihren Blick auf eine Schraube, die die Rutsche hier zusammenhielt. Entschlossen atmete sie aus. "Okay, du kannst alles haben. Solange du mich nicht tötest", entwich es ihr nun. Gegen einen Kerl kam sie sowieso nicht an, noch weniger, wenn dieser eine Knarre besaß. Wobei ... er trug eine Brille. Sollte er ohne diese fast blind sein, könnte er immerhin nicht zielen. Okay nein, das machen wir bitte nicht, Young-mi. "Nimm alles, außer die Kekse. Die findest du ja eh scheiße", sie schob ihren räudigen Rucksack in seine Richtung. Dann fuhr sie sich gestresst mit den Händen über ihr Gesicht. Natürlich ging sie immer von dem Schlimmsten aus. Zwar war sie nicht wirklich pessimistisch veranlagt, aber heutzutage konnte man solch eine Reaktion schon als realistisch betiteln. "Wo soll ich nur hin?", sie kaute an ihrem Zeigefinger, blickte sich unsicher um, ehe sie aus dem riesigen Fenster blickte.




